Aufbau Haus 84

Berlin, Deutschland
Foto © Stefan Müller
Foto © Stefan Müller
Foto © Stefan Müller
Foto © Stefan Müller
Foto © Ina Reinecke
Foto © Stefan Müller
Architekten
Barkow Leibinger
Adresse
Prinzenstraße 84, 10969 Berlin, Deutschland
Jahr
2015
Kosten
Vertraulich
Stockwerke
1–5 Stockwerke
Bauherrschaft
Aufbau Haus GmbH
Team
Frank Barkow Architekt, Regine Leibinger Architektin, Martina Bauer, Michael Bölling, Clemens Gerritzen, Pearl Tae Kang, Elizaveta Mosina, Dylan Marx Wood, Jens Weßel, Andreas Lang (Projektleitung), Sebastian Awick, Marian Beschoner, Konrad Scholz
Generalunternehmer
Ed. Züblin AG, Berlin
Tragwerksplanung
Ingenieurbüro Marzahn & Rentzsch, Berlin
Haustechnik
IRG Ingenieurgesellschaft für rationelle Geb.udetechnik mbH, Berlin
Klima/Energie
Ingenieurbüro SICK, Berlin - Hoppegarten
Brandschutz
hhpberlin Ingenieure für Brandschutz GmbH, Berlin
Schallschutz
Ingenieurbüro Dr. Jödicke & Partner, Berlin
Kostenplanung
Architekturbüro Manfred Schasler, Berlin
Lichtplanung
Günter Ries, Berlin
Landschaftsarchitekt
capatti staubach, Berlin

Eine offene, flexible Stahlbeton-Skelettstruktur und einfache, robuste Materialien – mit diesem typischen Loft-Charakter bietet der zweite Bauabschnitt des Aufbau Haus als “veredelter Rohbau” den passenden Rahmen für Nutzer aus der Kreativbranche mit ihren unterschiedlichen Nutzungsanforderungen und individuellen Ausbauwünschen.

Das Projekt des Architekturbüros Barkow Leibinger ging 2012 aus einem Wettbewerb hervor und ergänzt den ersten Bauabschnitt des Kreativ-Zentrums, das Kulturangebote wie Ausstellungen, Theater und Clubevents mit zahlreichen Handels- und Dienstleistungsunternehmen der Kreativbranche verbindet. Namensgeber des Aufbau Haus 84 & 85 ist der dort ansässige Aufbau Verlag.

Der Neubau vermittelt zwischen dem historischen Elsnerhaus aus dem Jahr 1914 und dem 1. Bauabschnitt Aufbau Haus 85 mit seiner Sichtbetonfassade und großformatigen Öffnungen (Architekten Clarke und Kuhn, 2011). Er vereint das Alte und das Neue zu einer eigenen Architektursprache in der Tradition zu Lofts umgenutzter Industrie- und Gewerbebauten, wie sie in der Nachbarschaft zu finden sind – so zum Beispiel das Pelikan-Haus in der Ritterstraße von Kurt Berndt oder die von Max bzw. Bruno Taut entworfenen Gebäude am Oranienplatz und Engelbecken. Wichtige Referenzen für den Entwurf waren auch die zeitlos modernen Industriebauten von Albert Kahn, etwa für die Firma Packard in Detroit.

Mehrere Einschnitte im Volumen – der trichterförmige Haupteingang, eine offene „Stadtloggia“ zum Moritzplatz und eine Passage am Übergang zum Elsnerhaus – stellen direkte Wege- und Blickbezüge zum Innenhof her und verknüpfen diesen mit dem Stadtraum. Im Erdgeschoss des Gebäudes sind Gastronomie, ein Ausstellungsraum und eine Galerie angesiedelt. Alle weiteren Flächen im Haus sind modulare, flexibel koppelbare Einheiten, die an verschiedenste Akteure der Kreativbranche wie beispielsweise die „design akademie berlin“, Filmfirmen, Agenturen, Architekturbüros, Design- und Musikstudios vermietet werden.

Das Erscheinungsbild des Neubaus ist geprägt vom Raster seiner Betonkonstruktion und dessen Ausfachung mit massiven Brüstungselementen aus dunkelgrauem Granit. Die Fassade auf der Hofseite basiert auf dem selben konstruktiven Prinzip, wird aber mit der Zeit von Kletterpflanzen überwachsen. Das aus Beton und Holz konstruierte Staffelgeschoss bietet einen offenen, stützenfreien Innenraum mit Terrassen zu beiden Seiten und weite Ausblicke über die Dächer der Stadt.

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  • Turner Duckworth Offices
    Jensen Architects

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